Antikapitalistischer Block auf der #Mietenwahnsinn-Großdemo

Gemeinsamer Aufruf von Gruppen aus NRW

Vonovia, Deutsche Wohnen, LEG & co. #ENTEIGNEN!

Mehr Infos auf antikapmiete.noblogs.org

Während die Wohnungskrise in NRW sich verschärft leiden viele Menschen in Rhein- und Ruhrgebiet sowie dem Sauerland unter dem absichtlichen Kaputtsparen von Wohnhäusern durch die Vermieter*innen. So wird z.B. Schimmelbefall nicht beseitigt, Heizungen nicht repariert und andere dringend notwendige Renovierungen nicht durchgeführt. Gleichzeitig explodieren vor allem in den Großstädten die Mietpreise. Der durchschnittliche Mietpreis in Köln liegt bei 12,37 €/m² kalt! Die Kosten für Einzimmerappartements liegen nicht selten über 20 €/m² Kaltmiete. Das Vorantreiben der Mietpreise wird besonders von Immobilienunternehmen wie Vonovia, Deutsche Wohnen, Global-Act, WVN und LEG betrieben. Die Folge ist, dass immer mehr Menschen aus ihren Vierteln verdrängt werden, weil sie die hohen Mietkosten nicht mehr tragen können. 2018 gab es allein in Köln 1700 Zwangsräumungen. Der Staat unterstützt diese Immobilienverwertung zudem auch noch, indem seine Polizei die Kapitalinteressen durchsetzt. Menschen werden auf die Straße gezerrt, während leerstehender Wohnraum als Anlagemöglichkeit genutzt wird. Hier offenbart sich ein zentraler Widerspruch des Kapitalismus. Mietpreisbremse, Sozialwohnungsquote sind keine wirksamen Maßnahmen gegen die Wohnungsnot. Sie täuschen politische Handlungsmacht vor, tasten aber die Grundlagen des auf Profit abzielenden Wohnungsmarkt-Prinzips nicht an. Weiterlesen

Pressespiegel zum Frauen*streik 2019 in Köln

Wir haben uns ein bißchen erholt vom Frauen*kampftag und dem Streik am 8. März. Wir sind immer noch beeindruckt von den Streiks und Protesten, auch international. Wir schmieden weiter Pläne und werden 2019 nutzen, um weiter Streiks und Proteste zu organisieren. Zu tun gibt es genug. Legale Abtreibungen, das gesellschaftliche Verhandeln von Reproduktionsarbeit, die Gewalt an Frauen*, die Kämpfe um Anerkennung von Sexualität und Identität… Die Kämpfe gegen das Patriarchat sind so vielfältig, wie die Frauen*, die am 8. März auf der Straße waren und weltweit sichtbar gemacht haben, was unsichtbar gemacht wird, verschwiegen wird und klein gehalten werden soll. Jetzt haben wir aber erstmal die lokale und internationale Presse final durchkämmt und einen kleinen Pressespiegel erstellt. Wenn ihr noch mehr Presseartikel oder Berichte habt schickt eine Mail an presse_fstreikkoeln@riseup.net – wir vervollständigen dann den Pressespiegel!

Reproduce Solidarity: Pflege und Erziehung im Streik

Podiumsdiskussion | Reproduce Solidarity: Pflege und Erziehung im Streik

27. Februar | 19 Uhr | Alte Feuerwache Großes Forum | Eine Veranstaltung des Kölner Frauen*streikbündnis und des Antifa AK Köln

Was haben ein Frauen*streik, Personalmangel im Krankenhaus und die schlechte Bezahlung von Erziehr*innen miteinander zu tun? Warum sind ausgerechnet in Erziehung und Pflege die Bedingungen so schlecht, obwohl wir alle auf sie angewiesen sind? Warum sind Frauen* in diesen Berufen noch immer deutlich überrepräsentiert? Wie kann eine solidarische Bezugnahme der geführten Kämpfe in Pflege und Erziehung und dem Frauen*streik aussehen?

Diesen Fragen werden wir uns im Rahmen der Podiumsdiskussion “Reproduce Solidarity: Pflege und Erziehung im Streik” stellen. Dazu haben wir uns 3 Vertreter*innen dieser Kämpfe eingeladen:

– Vera Hoffmann arbeitet im städtischen Krankenhaus Köln und ist aktiv im Kölner Bündnis für mehr Personal im Gesundheitswesen

– Angela Banckert arbeitet bei der GEW in Köln. Die GEW organisiert Erzieher*innen in privaten und städtischen Kitas.

– Felix Ahls ist Teil der Kampagne Krankenhaus statt Fabrik! und im Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte

23.2. Einführung in den materialistischen Feminismus

Im Rahmen einer Reihe feministischer Veranstaltung im Frühjahr 2019 in Hinblick auf den Frauen*streik in Köln haben wir diesmal die Basisgruppe Antifaschismus (BA) Bremen eingeladen, um uns eine Einführung in den materialistischen Feminismus zu geben.

Samstag, 23. Februar | 19 Uhr | LC36 (Bahnhof West)

Hat der Kapitalismus ein Geschlecht?
Einführung in den materialistischen Feminismus

Fast alles in dieser Gesellschaft ist irgendwie geschlechtlich sortiert: Von Babykleidung über die Berufswahl bis zur Frage, wer wo welche Haare tragen darf. Die eindeutige Zuordnung zu entweder “Mann” oder “Frau” wird gesellschaftlich eingefordert und Abweichungen sanktioniert. Klar, dass wir keinen Bock mehr darauf haben! Aber lassen sich Geschlechterverhältnisse dekonstruieren? Und könnte der Kapitalismus ohne Geschlechter bzw. Geschlechterhierarchien existieren?

Wir möchten mit euch diskutieren, welche Funktionen die Geschlechterrollen aktuell im Kapitalismus haben. Dabei wollen wir auch darauf zu sprechen kommen, was für eine feministische, antikapitalistische Praxis es geben könnte.

“Wenn wir streiken steht die Welt still!”

Heraus zum internationalen Frauen*streik!

In Köln sind wir Teil des Frauen*streikbündnis Köln. Unter dem Motto “Feminstisch. Queer. Antirassistisch.” treffen wir uns dort seit Mitte November mit unterschiedlichen Frauenorganisationen und anderen Aktivistinnen*, um lokale Aktionen rund um den Frauen*streik am 8. März zu organisieren und planen. Seit Januar gibt es verschiedene Veranstaltungen mit Analysen und Perspektiven auf und um den Frauen*streik von uns. Als nächstes steht am 23. Februar ein Inputveranstaltung in den materialistischen Feminismus mit der Basisgruppe Antifaschismus aus Bremen an. Ankündigung und alle Infos hierzu folgen.

Reasons for Resistance
Frauen* sind in den am geringsten entlohnten Sektoren noch immer völlig überrepräsentiert. Sie erhalten durchschnittlich 21% weniger Lohn als ihre männlichen Kollegen. Sie verbringen durchschnittlich 164 Minuten am Tag mit Putzen, Kochen oder Bügeln, Männer gerade einmal 90 Minuten. Gewalt gegen Frauen* wird nach wie vor in den meisten Fällen im häuslichen Umfeld durch den Partner oder Ex-Partner verübt. Gut zwei Drittel der betroffenen Frauen* tragen psychische Störungen, wie Depressionen und Schlafstörungen davon.
Diese plakativen Ungleichheitsverhältnisse sind Grund genug, dass sich derzeit weltweit Frauen* organisieren, um dem Patriarchat den Kampf anzusagen. Wir wollen diese grausamen alltäglichen Konflikte auf die gesellschaftlichen Verhältnisse zurückführen, die diese Zustände erst ermöglichen. Wir sind als Subjekte gesellschaftlich bestimmt und nur über eine Bestimmung der Verhältnisse wird es uns möglich sein diese zu überwinden. Am 8. März wollen wir streiken, um gegen die Herrschaft des Patriarchats in all seinen Facetten mobil zu machen und das zusammen zu überwinden, was zusammen gehört: Für einen antikapitalistischen Feminismus! Für einen feministischen Antikapitalismus!

Aktuelle Infos zum Frauen*streik in Köln gibt es unter: frauenstreik-koeln.org oder bei Facebook.

Kurzes Radio-Interview mit Köln Campus zum Streik: