Zum G20 in Hamburg: Ketten sprengen – Hafen lahmlegen!

Aufruf des kommunistischen …ums Ganze!-Bündnis anlässlich des Treffens der G20 in Hamburg im Juli 2017.

Zum G20 in Hamburg: Ketten sprengen – Hafen lahmlegen!

Solange es Herren und Sklaven gibt,
sind wir aus unserem Auftrag nicht entlassen.

g20-hafen-plakat Hamburg, Tor zur Welt. Das passt doch, denn hier wird es im Juli 2017 stattfinden, das Treffen der zwanzig wichtigsten Charaktermasken des globalen Kapitalismus und ihrem Gefolge. Beim G20-Gipfel treiben die zwanzig wirtschaftsstärksten Staaten die Zurichtung der Welt für ihre kapitalistische Benutzung voran. Und dabei ist der Zustand dieser Welt nach bereits zwei Jahrhunderten zunehmend globaler Mehrwertproduktion mit ihren unauflöslichen Widersprüchen und ihrer grotesken Reichtumsverteilung bereits denkbar katastrophal. In ihr ist es möglich, dass im Burggraben der Festung Europa jedes Jahr mehrere Tausend vor Krieg und Armut flüchtende Menschen ertrinken, während sich der Hamburger Senat bei der Ausrichtung eines politischen Events, das eben diese zehntausendfachen Tode mitverwaltet, als kosmopolitisch und weltoffen inszeniert. Angesichts dieser Gegenwart und der Erfahrungen mit Globalisierungsbewegung, Krisenverwaltung und Gegenprotesten reicht es nicht, das Szenario von Seattle und Heiligendamm einfach zu wiederholen. Wir wollen diesmal anders an die Sache herangehen: Wenn die Chefschweine vom G20 den Blick über den Hamburger Hafen schweifen lassen, wollen wir ihnen in Sichtweite zeigen, was passiert, wenn es den Waren im Hafen so ergeht wie dem großen Teil der Menschheit, der sich nicht frei bewegen kann. Weiterlesen

Keine Zukunft ist auch keine Lösung! Input und Diskussion

conference_plakatKeine Zukunft ist auch keine Lösung!
Digitalisierung und Kommunismus – eine Einführung mit TOP B3RLIN

Mittwoch, 9. November 19:00 – 21:00 | LC 36 (Ludolph-Camphausen-Straße 36)

Wir könnten uns als Linke ja mal wieder mit Technologie beschäftigen: Web 2.0 ist längst Geschichte und wir Linken sind meistens noch immer eher so Windows 98. Dabei haben viele Bereiche unseres Lebens mit digitalen Technologien zu tun. Eigentlich fast alle. Von Facebook bis Blutzuckerspiegelmessung und von Online-Versand bis Vorratsdatenspeicherung, vom Self-Service im Supermarkt bis zum Roboterarm bei Daimler, von Netflix über Parship bis zur Online-Plattform der Agentur für Arbeit – ob wir wollen oder nicht, kaum ein Lebensbereich, der nicht digitalisiert, ausgewertet, umgekrempelt, neugebaut wird. Statt damit aber der Utopie eines freieren Leben näherzukommen, wie uns die Propheten des Silicon Valley noch immer zurufen, bleibt die Welt, in der wir leben, eine der Gängelung und des Arbeitszwangs, der verschärften Kontrolle und unerbittlichen Selbstoptimierung. Wetten auf die Gewinnträchtigkeit der Zukunft werden in Echtzeit verwaltet und in die Gegenwart implementiert – das Kapital zirkuliert schneller und dringt zugleich bis in die scheinbar intimsten Bereiche unserer Existenz ein.

Ein Zurück gibt es allerdings nicht, schon allein deshalb, weil auch das Gestern für die Allermeisten ziemlich scheiße war: Keine Zukunft ist eben auch keine Lösung. Es gibt aber auch deshalb kein Zurück, weil wir die andere Welt nur ausgehend von der Welt, in der wir leben und miteinander interagieren, überhaupt erringen und errichten können: Sie gilt es zu verstehen. Zur Vorbereitung auf Reproduce(future) – 4. ums Ganze! Kongress, der vom 24.- 26. November in Hamburg stattfindet, wollen wir an Beispielen zeigen, wie und wo alte Spannungen und Widersprüche des Kapitalismus sich durch die Techniken des Digitalen reproduzieren.

Und wir wollen mit Euch diskutieren, wo eine kommunistische Kritik ansetzen muss, wie wir mit ihr endlich die Maschinen – und damit uns – vom Kapitalismus befreien können.

wkr2-Kopie

WKR Aufruf 2015

There is an alternative! Kommunismus statt Österreich

»… ums Ganze!«-Aufruf gegen den Wiener Akademikerball 2015:

Der unerträgliche Normalzustand Kapitalismus bietet wohl unzählige gute Gründe, um immer wieder dagegen auf die Straße zu gehen. Am 30. Januar 2015 in Wien präsentiert sich mehr als nur einer davon.
Die extrem rechte, aber bis weit ins bürgerliche Spektrum reichende FPÖ (Freiheitliche Partei Österreichs) lädt sich selbst und einen Haufen gleichgesinnter Burschenschaften in die prestigeträchtige Wiener Hofburg zum „Akademikerball“ ein. Diese elitäre vermeintliche Tanzveranstaltung ist ein Stelldichein schillernder AntisemitInnen, RassistInnen und NationalistInnen.
Die (autonomen) antifaschistischen Proteste der vergangenen Jahre haben dazu geführt, dass die TeilnehmerInnenzahl von mehreren Tausend auf ein paar Hundert gesunken ist, dass nicht mehr die Burschis selbst die Hofburg anmieten und ihren „WKR-Ball“ feiern dürfen, sondern die FPÖ einspringen musste. Vor allem aber bleibt der Protest nicht nur Linksradikalen überlassen, sondern hat eine für Österreich ungewöhnliche Breite erreicht.
In diesem Jahr wollen wir es auf die Spitze treiben und den Ball aus der Hofburg auf den Müllhaufen der Geschichte befördern! Weiterlesen

Was ihr feiert: Armut, Ausgrenzung, Leistungszwang!

Plakat Was ihr Feier Armut Ausgrenzung Leistungszwang in PinkAm dritten Oktober 2014 werden in Hannover die alljährlichen Einheitsfeierlichkeiten ausgerichtet. Grund genug für uns dagegen zu protestieren. Denn was so vorpolitisch und folkloristisch daherkommt, hat in Wahrheit nur einen Zweck: die deutschen Standortameisen sollen auf die eigene Nation und weitere Opfer für eben jene eingeschworen, die Politik des Staates nochmal abgenickt werden und vor allem das reibungslose Funktionieren des kapitalistischen Deutschlands gefeiert werden.

Ein Glück, dass unsere umsGanze!-Genoss_innen von Fast Forward Hannover vor Ort aufpassen. Zusammen mit anderen Gruppen haben sie eine Bündnis organisiert und rufen unter dem Motto: „Was ihr feiert: Armut, Ausgrenzung, Leistungszwang“ zu einem antinationalen Konzert, einer Demo und einem Kongress gegen dieses Fest der imaginierten Einheit auf. Ein Anliegen das wir aus Köln natürlich nur allzu gern tatkräftig unterstützen wollen.

Um diesen Protest inhaltlich zu füllen laden wir am 18.9. zusammen mit der Antifa Info Kneipe zu einer Inforveranstaltung mit Genoss_innen aus Hannover ein:

Infoveranstaltung in Köln:
Donnerstag, 18.9. | 19:00 Uhr |Ludolph-Camphausen-Straße 36 (Bhf. West)

Zum weiterlesen… …umsGanze! Aufruf gegen die Einheitsfeierlichkeiten 2014 in Hannover


bus koeln hannoverGemeinsame Busanreise aus Köln:

Tickets gibt es täglich von Dienstag bis Freitag im Café des SSK Salierring (10-13 Uhr & 14:30-18 Uhr) und last Minute im Infoladen Köln in der LC36 am 2. Oktober ab 18:00 Uhr.

Kommt mit nach Hannover, wir versauen Deutschland die Party!

…umsGanze! Aufruf gegen die Einheitsfeierlichkeiten 2014 in Hannover

THERE IS AN ALTERNATIVE – Kommunismus statt Deutschland!

alternativeWährend im Süden Europas die Gesundheits- und Sozialsysteme zusammengebrochen sind, Menschen wieder an Trivialkrankheiten sterben und massenhaft obdachlos geworden sind, weiß das deutsche Feuilleton zu verkünden, dass die Krise überwunden und die Sparprogramme erfolgreich gewesen seien. Wenn am dritten Oktober wieder einmal fast eine halbe Million Menschen zusammenkommen, um die deutsche Einheit zu begehen, wird mit der nationalen Selbstdarstellung und Selbstbeweihräucherung dieser Sieg über die Menschen gefeiert.

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