Was ihr feiert: Armut, Ausgrenzung, Leistungszwang!

Plakat Was ihr Feier Armut Ausgrenzung Leistungszwang in PinkAm dritten Oktober 2014 werden in Hannover die alljährlichen Einheitsfeierlichkeiten ausgerichtet. Grund genug für uns dagegen zu protestieren. Denn was so vorpolitisch und folkloristisch daherkommt, hat in Wahrheit nur einen Zweck: die deutschen Standortameisen sollen auf die eigene Nation und weitere Opfer für eben jene eingeschworen, die Politik des Staates nochmal abgenickt werden und vor allem das reibungslose Funktionieren des kapitalistischen Deutschlands gefeiert werden.

Ein Glück, dass unsere umsGanze!-Genoss_innen von Fast Forward Hannover vor Ort aufpassen. Zusammen mit anderen Gruppen haben sie eine Bündnis organisiert und rufen unter dem Motto: “Was ihr feiert: Armut, Ausgrenzung, Leistungszwang” zu einem antinationalen Konzert, einer Demo und einem Kongress gegen dieses Fest der imaginierten Einheit auf. Ein Anliegen das wir aus Köln natürlich nur allzu gern tatkräftig unterstützen wollen.

Um diesen Protest inhaltlich zu füllen laden wir am 18.9. zusammen mit der Antifa Info Kneipe zu einer Inforveranstaltung mit Genoss_innen aus Hannover ein:

Infoveranstaltung in Köln:
Donnerstag, 18.9. | 19:00 Uhr |Ludolph-Camphausen-Straße 36 (Bhf. West)

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bus koeln hannoverGemeinsame Busanreise aus Köln:

Tickets gibt es täglich von Dienstag bis Freitag im Café des SSK Salierring (10-13 Uhr & 14:30-18 Uhr) und last Minute im Infoladen Köln in der LC36 am 2. Oktober ab 18:00 Uhr.

Kommt mit nach Hannover, wir versauen Deutschland die Party!

…umsGanze! Aufruf gegen die Einheitsfeierlichkeiten 2014 in Hannover

THERE IS AN ALTERNATIVE – Kommunismus statt Deutschland!

alternativeWährend im Süden Europas die Gesundheits- und Sozialsysteme zusammengebrochen sind, Menschen wieder an Trivialkrankheiten sterben und massenhaft obdachlos geworden sind, weiß das deutsche Feuilleton zu verkünden, dass die Krise überwunden und die Sparprogramme erfolgreich gewesen seien. Wenn am dritten Oktober wieder einmal fast eine halbe Million Menschen zusammenkommen, um die deutsche Einheit zu begehen, wird mit der nationalen Selbstdarstellung und Selbstbeweihräucherung dieser Sieg über die Menschen gefeiert.

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23. August: Nazikundgebung in Dortmund verhindern!

BlockaDO - Gemeinsam gegen Nazis! Parallel zum Christopher Street Day rufen Dortmunter Neonazis für den 23. August zu einer Kundgebung am Dortmunder Hauptbahnhof auf. Das antifaschistische Bündnis BlockaDO ruft dazu auf, die Nazikundgebung zu blockieren.

Organisierter Treffpunkt aus Köln:

Samstag 23. August, 10:10 Köln Hbf Vordereingang

Haltet euch auf dem Laufenden:

blockado.info | @BlockaDO_Info |@amzdo

jungle-world-text-14-august-2014

Text in der Jungle World: Antifa im Zwiespalt

Die antifaschistische Linke nach dem NSU muss Staatskritik und Solidarität mit den Betroffenen vereinen

Antifa AK Text in der Jungle World (Nr. 33/14, 14. August 2014)

Zehn Jahre nach den NSU-Anschlägen in der Kölner Keupstraße geht der Staat in die Gedenkoffensive: Mit allen Mitteln der Öffentlichkeitsarbeit kämpfen Joachim Gauck, Verfassungsschutz und Co. um die Deutungsmacht über die Anschläge. Währenddessen steht die radikale Linke vor dem Problem, eine radikale Staatskritik zu formulieren, ohne Politik über die Köpfe der Betroffenen hinweg zu machen.

Im Jahr 2004 wurden Bewohnerinnen und Bewohner der Keupstraße in Köln im Zuge der terroristischen Aktivitäten der neonazistischen Organisation NSU Opfer eines Nagelbombenanschlags. Nach dem terroristischen Anschlag mussten die Betroffenen jahrelang ein perfides Programm der Ermittlungsbehörden über sich ergehen lassen, das sie gezielt von Opfern zu Tätern machen sollte. Die Kriminalisierungspraxis führte dazu, dass das Leid durch staatliche und gegenseitige Verdächtigungen verstärkt und verlängert wurde. Weiterlesen

transpi kalk

Gegen die Gewalt der Verhältnisse!

Rede des Antifa AK vom 26. Juli 2014 beim Aktionstag: “Kalk gegen Polizeiwillkür”

Einen ausführlichen Rückblick auf den Aktionstag gibt es bei der Basisgruppe Kalk

001Wir stehen hier heute auf einem schönen Platz im Herzen Kalks. Viele nutzen ihn abends zum Zusammenkommen mit Freundinnen und Freunden sowie Nachbarinnen und Nachbarn.

Einen Steinwurf entfernt befindet sich das Kölner Polizeipräsidium. Aber bedeutet das Sicherheit oder Geborgenheit? Keinesfalls! Ganz und gar nicht! Jenes Polizeipräsidium mit seinen berüchtigten Streifen ist es, was mehr und mehr Menschen jeden Tag in Kalk viel größere Angst bereitet als die so häufig beschworene „Kriminalität“ in Kalk. Vor dem, was uns schützen soll, brauchen wir selbst Schutz.

Viele, die hier leben, sind der Polizei immer verdächtig. Egal, ob sie hier auf Kalk Post abhängen, ob sie drüben im Europapark Basketball und Fussball spielen oder ob sie einfach über die Kalk Mülheimer Straße spazieren, um Freundinnen und Freunde zu besuchen. Doch welchen Verdacht weckt ein friedlicher Jugendlicher im Park? Weiterlesen