Kundgebung – Urteil im Prozess gegen Maja

Von der Budapestsoligruppe-NRW:

Am 04.02. wird voraussichtlich das Urteil im Budapester Landgericht nach nur 16 Verhandlungstagen gegen Maja verkündet. Die ungarische Staatsanwaltschaft forderte beim letzten Prozesstag in ihrem Abschlussplädoyer erneut die unverhältnismäßige Freiheitsstrafe von 24 Jahren! Laut eigenen Angaben solle dieses Strafmaß „zur Abschreckung“ für die „beispiellose Angriffsserie“ dienen.

Maja wird von der Anklage beschuldigt, an zwei von fünf Übergriffen beteiligt gewesen zu sein. Im ersten Vorfall wurde eine Videoaufzeichnung aus einer Überwachungskamera herangeführt, auf der eine Person mit einer roten Mütze zu sehen ist, welche Maja darstellen soll. Diese Person tätigte im Video jedoch keine Gewalthandlungen. Der zweite Vorwurf stützt sich auf keine direkten Aufnahmen des Vorfalls, sondern auf Videos aus benachbarten Straßen sowie Aussagen der Opfer, die Maja jedoch nicht eindeutig erkennen konnten. Ebenso zeigten die herangeführten medizinischen Gutachten, dass es zu keinen schweren oder lebensgefährlichen Verletzungen bei den Opfern kam. Trotzdem bleibt die Staatsanwaltschaft überzeugt, dass Maja schuldig ist.

Nach 16 Verhandlungstagen vor Gericht und mehr als 550 Tagen Untersuchungshaft unter Isolationsbedigungen, soll nun das Urteil gegen Maja gesprochen werden. Das gesamte „Verfahren“ zeigte von Beginn bis zum Schluss Rechtsbrüche,Verletzung von Menschenrechten und die rein politische Motivation, gegen Links vorzugehen!

Zwar sind wir entsetzt, aber von Überraschung kann keine Rede sein. Der Prozess um Maja hat mehrfach gezeigt, welcher Repression Antifaschist*innen in Ungarn ausgesetzt sind und dass das Verfahren ein Schauprozess ist. Ziel ist es Antifaschismus als Terror zu diffarmieren, während der Ungarische Staat Nazis und Faschisten freie Hand gewährt!

Daher versammeln wir uns am 04.02., um 17 Uhr vor der ungarischen Botschaft an der
Adersstrasse 12-14 in Düsseldorf! Kommt zahlreich und lasst uns zeigen, dass wir solidarisch und laut gegen ihre Repressionen stehen!

Antifaschismus verteidigen! – Demo

Wir waren am Samstag in Solidarität mit unseren Genoss*innen im sogenannten Budapest Komplex auf der Straße. Clara, Emmi, Luca, Nele, Moritz und Paula stehen ab Dienstag in Düsseldorf vor Gericht. Der Prozess ist ein offener Angriff und soll ein Exempel statuieren – antifaschistisches Engagement soll diskreditiert und kriminalisiert werden!

Wir stehen an der Seite der Angeklagten: FREE THEM ALL!

#freeallantifas #antifa #düsseldorf

Demo 10.01.2026 – Antifaschismus Verteidigen

Antifaschismus verteidigen! Am Samstag den 10.1.26 um 17 Uhr nach Düsseldorf auf die Straße zum Prozessauftakt des Budapest-Verfahrens in Düsseldorf!

Die größte Repressionswelle gegen Antifaschist*innen seit Jahrzehnten rollt weiter. Am 13. Januar 2026 startet am Oberlandesgericht in Düsseldorf-Hamm der nächste Prozess im Rahmen des sogenannten Budapest-Komplex. Es findet gerade eine regelrechte Prozesslawine gegen Antifaschist:innen statt. Ihnen allen wird u.a. vorgeworfen an körperlichen Auseinandersetzungen mit Neonazis am sogenannten „Tag der Ehre“ in Budapest beteiligt gewesen zu sein. Dabei wird der Vorwurf des versuchten Mordes herbeifantasiert. Maja wurde illegalerweise an Ungarn ausgeliefert und steht dort aktuell in Budapest vor Gericht, in Dresden hat ebenso ein Prozess gegen mehrere Antifaschist:innen begonnen, in München wurde Hanna mit fadenscheiniger Argumentation bereits zu fünf Jahren Haft verurteilt.

Seit Monaten sitzen die sechs jungen Antifaschist*innen Paula, Nele, Emmi, Moritz, Clara und Luca in Untersuchungshaft, deren Prozess nun beginnt. Schon die anderen Verfahren gegen Antifaschist*innen haben gezeigt: Es werden absurde Tatvorwürfe gezimmert, die dem Gericht ausreichten, um Menschen jahrelang wegzusperren. Diese Prozesse sind ein offener Angriff. Es soll ein Exempel statuiert werden, das andere abschrecken soll und antifaschistisches Engagement kriminalisiert und diskreditiert. Ungarische und deutsche Behörden machen eine regelrechte Jagd auf Antifaschist*innen, die im Rahmen der Hetze gegen alles Linke und antifaschistische Politik im speziellen zu sehen ist. Während extrem Rechte in Europa und der ganzen Welt offen ihre Menschenverachtung propagieren und gegen missliebige Menschen aktiv vorgehen, wird sich an denen abgearbeitet, die dagegen kämpfen.

Deshalb stehen wir an der Seite der Angeklagten!

Wir machen klar: Wir lassen uns weder abschrecken, noch spalten!
Antifaschismus ist nicht kriminell, sondern notwendig!

Wir sind solidarisch mit allen Angeklagten und verfolgten Antifas! Lasst uns den sechs Genoss*innen hier in NRW zeigen, dass wir sie nicht allein lassen!
Alle zusammen gegen den Faschismus!

#freeallantifas

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