28.8. IG Keupstraße Derneği! / IG Keupstraße lädt ein!

Informationsveranstaltung und Podiumsgespräch zu den aktuellen juristischen Entwicklungen und dem „NSU“ Bundestagsuntersuchungsausschuss

Eingeladen sind:

  • Alexander Hoffmann – Anwalt der Interessengemeinschaft Keupstr.e.V.
  • Heike Kleffner – Journalistin, Referentin für den NSU-Untersuchungsausschuss bei der Linksfraktion im Bundestag Moderation: Albrecht Kieser Journalist, Recherche International e.V.

Die ReferentInnen werden uns über den Stand des juristischen Verfahrens gegen die TäterInnen und den Hintergrund des nationalsozialistischen Terrornetzwerks informieren und eine Bewertung des Vorgehens der Polizei und Staatsanwaltschaft vornehmen. Außerdem werden sie die bisherigen Ergebnisse der Untersuchungsausschüsse erklären und die öffentliche Debatte bewerten.

Mit Fragen und Diskussion, unter Beteiligung des Publikums, wollen wir in einem zweiten Block die psychosoziale Betreuung und Entschädigung der Opfer thematisieren. Angesprochen werden auch gesellschaftliche Initiativen gegen das rassistische, menschenverachtende Weltbild der Täter von Bombenanschlägen und Morden.

Die Veranstaltung wird unterstützt von:
Antifa AK Köln · Antifaschistische Koordination Köln Umland (AKKU) · Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschisten (VVN/BdA) Köln

Am 28. August 2012 um 19:30 Uhr Keupstraße 80-82 (Hinterhof)

Flyer als PDF

Einladung auf türkisch…

27.7. Dinner, Kneipe und Film – DUVARLAR / MAUERN / WALLS

Erste Veranstaltung im Rahmen der Kampagne „Erinnerst du dich noch an Rostock-Lichtenhagen?“ anlässlich des 20. Jahrestags der Pogrome von Rostock-Lichtenhagen und zur Mobilisierung zur Bundesweiten Demo am 25. August 2012.

Duvalar Mauern Walls PosterDie erste Veranstaltung wollen wir eher entspannt angehen lassen…
Gemeinsam möchten wir uns den Film „DUVARLAR / MAUERN / WALLS“ anschauen und über die Eindrücke von damals aus migrantischer Perspektive sowie den etwaigen Bezügen zu heute diskutieren. Der Zeitzeuge Dr. Massimo Perinelli (Kanak Attak, Filmhistoriker an der Universität zu Köln) wird uns mit einem kurzen Input auf den Film einstimmen. Vorher gibt es Essen für alle (vegan, vegetarisch) und selbstverständlich kühle Getränke zum Soli-Preis.

Bei der Veranstaltung wird auch Tickets und Infos zur Anreise zur bundesweiten Demo geben.

Wann: Freitag, 27.07.2012, doors open ab 18:30 Uhr, Film um 20 Uhr
Wo: LC 36, Ludolf-Camphausen-Straße 36 (Bahnhof West bzw. Hans-Böckler-Platz) (Facebook-Event)

Filmannkündigung

Die deutsche Wiedervereinigung aus der Sicht von MigrantInnen

DUVARLAR / MAUERN / WALLS
USA/Türkei 2000 – Farbe – Türk.mU – 83 Min. – digital
Regie Can Candan

Der zwischen 1989 und 1991 in Berlin gedrehte Film DUVARLAR/MAUERN/WALLS von Can Candan versetzt uns zurück in die frühen 90er Jahre. Auf Mauerfall und Wiedervereinigung folgten rassistische Anschläge und pogromartigeÜberfälle in zahlreichen Städten Deutschlands. Orte wie Hoyerswerda, Rostock-Lichtenhagen, Mölln und Solingen wurden zu Synonymen für diese Zeit, die Antifa wurde zur bedeutendsten Bewegung in der Deutschen Linken. Dieser häufig erzählten Geschichte des Mauerfalls, dutzender ermordeter MigrantInnen, der de facto Abschaffung des Asylrechts und des antifaschistischen Widerstands dagegen stellt der Film DUVARLAR/ MAUERN/WALLS einen neuen Blick auf diese Zeit aus migrantischer Perspektive gegenüber. In Interviews werden in einzigartiger Weise die Situation aus Sicht der türkischsprachigen EinwohnerInnen, ihre Analysen und ihre Schlußfolgerungen dokumentiert.

12.7. There is an alternative! Selbstorganisierung in Griechenland

Veranstaltungstour mit GenossInnen von Alpha Kappa (Antiautoritäre Bewegung) aus Thessaloniki

Veranstaltung in Köln:
12. Juli 20 Uhr
NaturfreundeHaus Kalk
Kapellenstraße 9a

Die Situation im „Krisenlabor“ Griechenland spitzt sich weiter zu. Der vorletzte Wahlakt in Griechenland brachte das einzig annehmbare Ergebnis einer bürgerlichen Wahl, die Unregierbarkeit. Längst ist klar, dass kein Programm im Parlament aufgestellt werden kann, dass den eingeschlagenen Weg der sozialen Zertrümmerung nicht weiter treibt.

Das bisherige kapitalistische Krisenmanagement zeigt in Griechenland seine Folgen: Eine Jugendarbeitslosigkeit von über 50%, der Zusammenbruch des Gesundheitssystems, eine wachsende, sich offen zum Faschismus bekennende Partei (Goldene Morgendämmerung) im Parlament und immer mehr Menschen, die sich in ihrer Verzweiflung das Leben nehmen. Wieder ist Rassismus ein Begleiter des krisenhaften Verwertungsprozesses des Kapitals. So starten Stadtverwaltungen, Polizei und Bürger sogenannte “Säuberungen” der Innenstädte. Zugleich kommt der griechische Staat seiner europäischen Rolle in der Migrationsabwehr nach und baut seine Abschiebelager aus.

Doch es tut sich auch anderes in Griechenland. Neben zahlreichen Generalstreiks und sozialen Kämpfen gegen die Sparprogramme entwickeln sich verschiedene Selbstorganisierungsprozesse der Arbeitslosen, Entwürdigten und Ausgeschlossenen. Vielerorts gründen sich Kollektive, soziale Zentren, selbstverwaltete Arztpraxen und Stadtteilversammlungen. Die Suche nach basisdemokratischer Selbstverwaltung und kollektiver Organisierung der Lebensmittelsicherheit zeugen vom Versuch einer Negation der Staatsmacht und der Möglichkeit einer sozialen Revolution im 21. Jahrhundert.

Die emanzipatorischen und reaktionären Entwicklungen in Griechenland wollen wir gemeinsam mit unseren Genoss_innen von der anarchistischen Gruppe A.K. Thessaloniki diskutieren.

A.K. (Αντιεξουσιαστική Κίνηση) ist ein antiautoritär-anarchistischer Organisierungsansatz in verschiedenen griechischen Städten, der sich seit den Protesten gegen den EU-Gipfel 2003 entwickelt hat. Die Gruppe aus Thessaloniki ist u.a. aktiv in einem sozialen Zentrum, im Aufbau von Kollektiven und in diversen politischen Kämpfen wie z.B. dem Kampf gegen die Goldminen in Chalkidiki (Halbinsel in der Nähe Thessalonikis).

20.3. Auf geht’s! Diskussionsrunde zu den Krisenprotesten im Frühjahr 2012

Die NaturfreundInnen Köln-Kalk laden für den 20. März ab 19 Uhr ins Naturfreundehaus (Kapellenstr 9a) zu einer Diskussionsrunde über die anstehenden Krisenproteste ein. Die geladenen Gäste sind der Antifa AK Köln (organisiert beim kommunistischen Bündnis …ums Ganze!), die Interventionistische Linke, die FAU Bonn, Occupy!-AktivistInnen und Attac Köln.

Auf der Veranstaltung wird es möglich sein Tickets für den Bus aus Köln zur Demo in Frankfurt am Main zu erwerben.

Die Euro-Krise bekräftigt wiedermal die Einsicht, dass in der Form kapitalistischer Reichtumsproduktion systematisch Armut und Elend entstehen. Sie zeigt aber auch, dass es notwendigerweise immer wieder zu Krisen eben dieses Systems führt. Die Kosten der Krise, der Pleiten und „Sanierungen“ werden dabei wie eh und jeh auf den Schultern der Lohnabhängigen und Prekarisierten abgeladen. Gegen diese „Austerity“-Programme der sozialen Verelendung weiter Teile der Bevölkerungen richten sich vermehrt diverse soziale Kämpfe. Doch zugleich zeigen sich auf europäischer Ebene rassistische und sozialchauvinistische Reaktionen („Pleite-Griechen“-Diskurs) auf die zunehmenden, tagespolitischen Kämpfe der Nationen um ihren Anteil am Weltmarktreichtum.  Weiterlesen

23. bis 24.9. Antinationales Seminar gegen die kapitalistische Reorganisation

Antinationales Seminar PlakatVeranstaltung zur inhaltlichen Vorbereitung der Proteste die Einheitsfeierlichkeiten in Bonn.

Ankündigung als PDF

23.- 24. September, Autonomes Zentrum Köln

Mit: Tiqqun (Frankreich), Detlef Hartmann (Materialien für einen neuen Antiimperialismus), Terminal 119 (Griechenland), TOP B3RLIN (…umsGanze! Bündnis)

Organisiert vom Antifa AK Köln

Die Staatsschuldenkrise in Europa fügt den täglich tausend guten Gründen gegen Staat, Kapital und Nation, noch weitere hinzu: Mittels Schock-Therapien, Entwertungspolitiken, Zerstörung von Sozialgarantien und Aufstandsbekämpfung wird für Viele das Leben noch beschissener, als es unter dem altem Ordnungsgefüge kapitalistischer Ausbeutung ohnehin schon war. Mit der Reorganisierung des kapitalistischen Kommandos über die Gesellschaften werden die „Lebensbedingungen“ den heutigen kapitalistischen Verhältnissen „angepasst“; das verdeutlicht, dass das schöne Leben nur jenseits der herrschenden Gesellschaftsordnung zu haben ist. Mit der Wiederentdeckung der Krisenhaftigkeit des Kapitalismus verklärt der mediale Diskurs die Krise zugleich als naturwüchsig und schicksalhaft. Neben dieser neuen ideologischen Mobilmachung begegnen zugleich diverse soziale Kämpfe der Reorganisation der kapitalistischen Verwertung in den europäischen Ländern.

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