Out Now: Zur imperialen Dimension des automobilen Kapitalismus

Wenn das 9-Euro-Ticket eines gezeigt hat, dann, dass wir es mit einer Mobilitätskrise zutun haben. Während die Sprit-Preise explodieren und der öffentliche Nahverkehr in der Realität nur in den Ballungsräumen nutzbar ist, hat die Auto-Industrie die scheinbare Lösung längst parat: E-Mobilität. Beinahe geräuschlose und scheinbar emissionslose Karossen sollen der Absatzkrise der Industrie genauso Abhilfe verschaffen wie den mörderischen Konsequenzen, welche die Automobilität auf das Klima hat. Warum das nicht einmal die halbe Wahrheit ist, möchten wir in dieser Broschüre diskutieren. Dafür haben wir uns zunächst mit der Frage beschäftigt, wo und unter welchen Umständen die Rohstoffe gewonnen werden, die für den Umbau der Industrie nötig sind. Im Anschluss daran haben wir uns die Frage nach globaler Arbeitsteilung gestellt und nachvollzogen, was gemeint ist wenn die Industrie von „günstigen Produktionsbedingungen“ spricht und wie es historisch zu ihnen gekommen ist. Danach haben wir uns mit der Frage befasst, warum gerade das deutsche Auto-Kapital auf den afrikanischen Kontinent schielt und was das damit zu tun hat, dass Diesel-Autos auf neue Absatzmärkte gebracht werden müssen. Weil gesellschaftliche Schweinereien nur so lange bestehen können, bis sie jemand beendet, haben wir im letzten Kapitel einen Blick auf bereits geführte und noch zu führende Kämpfe gegen den automobilen Kapitalismus geworfen.

Zur imperialen Dimension des automobilen Kapitalismus – Broschüre als PDF

Die Broschüren könnt ihr bei uns per Mail unter antifa-ak-cologne@riseup.net bestellen. Außerdem gibt es die Broschüren beim …umsGanze!-Zelt auf dem System Change Camp an diesem Wochenende in Hamburg, bei unserer Kino-Veranstaltung kommenden Mittwoch im Lichtspiele Kalk und hoffentlich bald an weiteren Orten!

Antifa AK Kneipenabend im Mai: Vortrag mit „Take Concrete Action“ aus Schweden

20.5.22, 20:00 Uhr LC36

Wir möchten den Abend nutzen um mit unseren Genoss*innen aus Schweden und euch ins Gespräch zu kommen, Pläne zu schmieden und uns kennen zu lernen. Neben spannenden Gesprächen bieten wir sommerliche Drinks, deren Erlös in die Anti-Repressionsarbeit im Nachgang der Proteste gegen die Internationale Automobilausstellung im vergangenen Jahr fließt. Wir bitten euch darum euch vor der Veranstaltung zu testen.

Take Concrete Action!

Im Sommer gilt es international gegen die Klimakatastrophe anzukämpfen, dieses mal gegen den Konzern Cementa: Der Konzern baut Kalkstein ab, produziert Beton auf Gotland und ist das Unternehmen mit dem zweithöchsten CO2-Ausstoß in Schweden, darüber hinaus versalzt die Produktion dieses Unternehmens das Süßwasser. Damit zeigt sich wieder einmal, dass das Kapital kein Interesse daran hat, die Produktion so zu gestalten, dass es auch in Zukunft möglich ist auf dieser Welt zu leben und Landwirtschaft zu betreiben.
Im Fall dieses Betonunternehmens steht also nicht nur das Weltklima auf dem Spiel, sondern auch das Trinkwasser der Menschen und die Landwirtschaft vor Ort. Auch der Staat zeigt hier mal wieder, dass er die Interessen des Kapitals und nicht der Menschen schützt. Deshalb nehmen wir die Sache selbst in die Hand, schalten Cementa aus und kämpfen weltweit gegen das Kapital! Wir schließen uns den schwedischen Genoss:innen auf und rufen zu den Massenaktionen gegen Cementa auf, vom 25. bis 27. August, für eine lebenswerte Welt. Take concrete action!

Über Take Concrete Action

Wir sind eine gemischte Gruppe von Klimaaktivist:innen aus verschiedenen Teilen Schwedens, die es leid sind, dass die Politik die Klimakrise nicht ernst nimmt. Inspiriert von Ende Gelände, werden wir nicht passiv bleiben! Wir werden aktiv und DU kannst ein Teil davon sein! Schließt euch uns auf Gotland an und legt Cementa still – für eine lebenswerte Welt!

…umsGanze goes Lützerath: Friede den Dörfern – Krieg der Kohle

Am 28. März hat das Oberverwaltungsgericht Münster die Beschwerde eines Landwirtes und zweier anderer Mieter gegen die Räumung ihrer Höfe und Häuser abgelehnt. Damit gibt der deutsche Staat das Dorf Lützerath zum Abschuss frei, RWE plant den Abriss bereits für Ende des Sommers. Das Abbaggern des Dorfes und die anschließende Verstromung der Kohle, die dort im Boden liegt, ist eine weitere eindeutige Entfernung vom 1,5 Grad Ziel. Das Gerichtsurteil ist ein weiteres Geschenk an das fossile Kapital und ein gleichzeitiger Mittelfinger an Alle, die sich mit der menschengemachten Zurichtung der Welt noch nicht abgefunden haben.

Diese Entwicklung wird vom deutschen Staat und seinem Verwaltungspersonal nicht nur ignoriert, sondern aktiv befördert. Das Urteil reiht sich ein in eine lange Reihe von Entscheidungen, mit denen dem RWE-Konzern der rote Teppich ausgerollt wurde, dafür ging man im Falle der Räumungen im Hambacher Forst 2018 sogar über Leichen. In Lützerath spitzt sich der Widerspruch zwischen fossilem Kapitalismus und den Grundlagen des menschlichen Lebens dramatisch zu. Die BRD bereitet den großen Energiekonzernen – mal auf besonders brutale Weise, mal still und geordnet – den Weg. Gleichzeitig erhalten die dramatischen Folgen der Klimakrise mit Hochwassern und Dürreperioden Einzug in die Region.

Doch die Kämpfe in Lützerath, im Hambacher und dem Dannenröder Forst, die Blockaden von Ende Gelände, Proteste gegen die IAA und Streiks von Fridays for Future zeigen auch, dass der Schlamassel nicht alternativlos ist: Wir sind seit Jahren Teil der Kämpfe einer starken, globalen Klimagerechtigkeitsbewegung, die in der Vergangenheit immer wieder Staat und Kapital Teilerfolge abringen konnte. Denn uns ist klar, dass ein Ende der Ausbeutung von Mensch und Natur nur gegen diese Ordnung und sein Verwaltungspersonal, gleich ob GroKo oder Ampel, zu haben ist.

Kommt mit uns am 23. April nach Lützerath, gegen den fossilen Kapitalismus! Communism for future!

Für die Anreise aus Köln schaut ihr am besten auf die Seite von Alle Dörfer Bleiben!

Mit Sand im Getriebe Tours zur IAA

Bus nach München ABGESAGT

Leider müssen wir den Bus nach München am 9.9, wegen zu geringer Nachfrage Absagen. Wir hoffen ihr kommt zahlreich auf anderen Wegen nach München.

Wir werden trotzdem da sein und die Party des fossilen Kapitalismus vermiesen!

Unter der Betonwelt liegt nicht nur der Strand, sondern auch die solidarische Gesellschaft – Let’s dare to fight for it!

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Veranstaltungsreihe zum Ende des automobilen Kapitalismus

von Antifa AK Köln, Sand im Getriebe, Students for Future und Subversive Theorie

26.08.2021 19:00: unter der straße liegt der strand // Block IAA
Broschürenvorstellung zum Ende des automobilen Kapitalismus und Mobi für die Proteste gegen die IAA
mit …umsGanze und Sand im Getriebe

01.09.2021 18:30:
Klima, Chaos, Kapital – wo bitte geht’s zur Mobilitätswende?
Diskussion über Strategien der Klimagerechtigkeitsbewegung
mit Matthias Martin Becker (Autor, Journalist) & Violetta Bock (Initiative Nahverkehr für alle, Die Linke Kassel)

06.09.2021 19:00: What is to be done?
A discussion of strategies for the climate justice movement
with Andreas Malm author of „How to Blow Up a Pipeline“ and „Fossil Capital“
Alle Veranstaltungen im Naturfreundehaus Köln Kalk (Kapellenstraße 9a)

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