Sommerpause im Gerichtssaal – Infostände auf der Straße

Seit vielen Monaten läuft nun der Prozess der Staatsanwaltschaft gegen  Antifaschist*innen des Budapestkomplex in Düsseldorf. Angeklagt am Oberlandesgericht Düsseldorf sind Nele, Luca, Emilie, Moritz, Paula und Clara. Viel ist passiert, seit der Prozess in Düsseldorf losging, sowohl in unserer Soliarbeit, als auch im Gerichtssaal.

Neben der Arbeit in den Zentren der Repression sind wir in letzter Zeit auch an schöneren Orten unterwegs gewesen. Beim Antirepressions-Hardcore-Konzert des wemgehörtdas-Kollektivs waren wir für die Budapestsoligruppe am Info- und Merchstand. Einen Redebeitrag und entsprechende Begleitung gabs auch nochmal.

Wenige Tage später konnte man uns dann nochmal beim Wiersbergstraßenfest sehen, um die Ecke beim Trash Chic. Auch diesmal mit Infostand und Redebeitrag. Nur weil im Gericht Pause ist, heißt es nicht, dass unsere Soliarbeit still steht! Gewiss werden noch mehr Straßenfeste, Konzerte und weitere Veranstaltungen kommen. Kommt vorbei, informiert euch und zeigt Solidarität!

Falls ihr selbst Veranstalter seid könnt ihr uns natürlich auch anfragen!

Bis dahin, siamo tutti antifascisti!

 

 

 

 

Alles muss man selber machen! Gespräch mit Christopher Wimmer

Die Welt brennt! Krieg und Militarisierung nehmen Einfluss auf unser Leben. Den Krieg der USA gegen den Iran bezahlen wir an der Tanksäule. Unsere Kinder müssen in Zukunft bei der Bundeswehr nachfragen, ob es OK ist, dass sie für ein Jahr „Work and Travel“ nach Australien reisen. Als wäre das alles nicht schon beschissen genug: Wird die Luft für emanzipatorische Bewegungen immer dünner. Die Selbstverwaltung in Rojava wird massiver denn je bedroht, und in Deutschland werden drakonische Gefängnisstrafen für Antifas gefordert. Das zeigt auf: Auf Staat und Kapital können wir uns nicht verlassen!
Es ist Zeit, unser Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Denn: „Alles muss man selber machen.“ Von den Straßen Paris 1871 bis hin nach Rojava ist die Geschichte voll von Menschen, die nicht nur gesagt haben: „Es reicht!“, sondern angefangen haben, selbstorganisierte Räte von unten aufzubauen und das Leben selbst in die Hand zu nehmen.
Wie kann man ein Leben ohne Staat aufbauen? Wie entstehen Rätebewegungen? Was können wir aus der Geschichte der Räte lernen?
Das versuchen wir im Gespräch mit @Christopher Wimmer herauszufinden.
Der AK Antifa und iL Köln
Wann? Um 19 Uhr
Wo? In der Alten Feuerwache
Sehen wir uns dort?
(Christopher Wimmer geht in seinem neuen Buch „Alles muss man selber machen“ der Geschichte der Rätebewegung nach. Überall entstanden im Zuge sozialer Konflikte und Aufstände Räte: selbstorganisierte Zusammenschlüsse in allen gesellschaftlichen Bereichen, die nicht nur protestieren, sondern beginnen, das gesamte Leben neu zu gestalten. Dieses Buch bringt Geschichte zum Sprechen: mit Geschichten von Mut, Hoffnung, aber auch Niederlagen. Es fragt, was wir von den Rätebewegungen vergangener und heutiger Tage lernen können.)

Es geht doch: Paula auf freiem Fuß – jetzt alle Antifas freilassen!

Post von der Budapestsoligruppe-NRW:

Im Gerichtssaal war die gute Nachricht heute kein Thema: Paula konnte bereits letzten Donnerstag die Haftanstalt Wuppertal-Ronsdorf verlassen und ihre Liebsten wieder in die Arme schließen. Nur das Stühlerücken an den Bänken, an denen die Verteidiger*innen mit ihren Mandant*innen im Anti-Terror-Bunker der Oberlandesgerichts Düsseldorf sitzen – Paula hat ihren Platz mit Moritz getauscht – deutete daraufhin, was der Senat außerhalb der Hauptverhandlung beschlossen hatte: Paula wird ab sofort von der Haft verschont, muss sich nun zwei Mal die Woche bei der Polizei melden und weiterhin als Angeklagte am Strafprozess in Düsseldorf teilnehmen.

Im Januar 2025 hatte sich Paula mit den anderen fünf Beschuldigten, gegen die seit Januar am Oberlandesgericht Düsseldorf verhandelt wird, den Behörden gestellt. Seitdem sitzen die Antifschist*innen in Untersuchungshaft, Paula seit Januar in Wuppertal-Ronsdorf.

Es ist Zeit, dass auch ihre Mitageklagten endlich freikommen.

FREE THEM ALL – BRING MAJA BACK!

MAJA T. – Extracts from the Trial

Weitergeleitet von dunyacollective

Wir gehen erneut auf Filmtour durch Deutschland – diesmal in Richtung Westdeutschland. Am 27.06. starten wir in Jena, einen Tag vor dem Jahrestag der rechtswidrigen Auslieferung von Maja T. nach Ungarn. Bei der Veranstaltung in Hamburg wird es außerdem eine Live-Schalte geben.

Bitte teilt diesen Beitrag und macht kräftig Werbung für die Tour. Auf den Veranstaltungen wird es zudem die Comics „Im Nest der Schlangen“, der die Geschichte von Maja T. erzählt, sowie „Diese Nacht wird keine kurze sein“ zu kaufen geben. Beide Comics stammen von @zerocalcare .

Wir freuen uns auf die Tour und darauf, mit euch über den Fall von Maja T., den Budapest-Komplex und die aktuelle politische Situation in Ungarn nach dem Machtwechsel ins Gespräch zu kommen. Weitere Infos gibt es hier.

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Im Anschluss an den Film folgzt ein Gespräch mit der italienischen Regisseurin Marta Massa und dem ungarischen Journalisten Lázár Fazekas (Mérce) über den Film, das Verfahren und die aktuelle politische Situation in Ungarn nach dem Machtwechsel. Mitveranstalter sind das Budapest Solidarity Committee (BASC), Budapestsoligruppe NRW (BSG-NRW) sowie Family and Friends Hamburg.

„Maja T. – Extracts from the Trials“ begleitet die Entwicklung des Verfahrens vom Tag der Ehre“ 2025 bis zu den Verhandlungstagen im September 2025. Der Film zeigt Auszüge aus den Verhandlungen gegen Maja T. In Budapest sowie die internationale Solidaritätsbewegung.

Kundgebung an der JVA Ossendorf

Am 1.6. wollen wir uns gemeinsam an der JVA Ossendorf treffen und unserer Solidarität mit den dort Inhaftierten Ausdruck verleihen. In Deutschland, wie weltweit, wird Strafe und Freiheitsentzug noch immer als legitimes Mittel von Staat und Behörden betrachtet. Gefangen zu sein ist, unter allen Umständen, eine menschenunwürdige Bedingung. In vielen Fällen ist eine Gefängnisstrafe aber auch Ausdruck sozialer Ungerechtigkeit, sodass überproportional viele von Armut betroffene und rassifizierte Menschen inhaftiert werden.

In der JVA Ossendort ist auch die Antifaschistin Clara inhaftiert, Angeklagte im Budapest-Komplex. Mit einer Kundgebung vor Ort wollen wir Clara und allen weiteren Gefangenen Kraft geben. Wir kämpfen für eine Welt ohne Repression und ohne Strafe. Eine Welt in der Antifaschit*innen und auch sonst niemand Unterdrückung und Haft fürchten muss. Lasst uns dafür zusammenkommen und den Gefangenen zeigen, dass wir sie nicht vergessen!

Free all antifas! Abolish all prisons!