In der Krise wurden die unterschiedlichen nationalökonomischen Leistungsfähigkeiten der Staaten offensichtlich. Viele Staaten gerieten durch kostspielige Steuerungsversuche in neue Abhängigkeit von Bürgenden und Gläubigerstaaten. Doch selbst die Staaten, die ihre ordnungspolitischen Wünsche durchsetzen konnten, bewegen sich in einem Widerspruch: Die Krise soll »bewältigt« werden, doch die Rückkehr auf einen kapitalistischen »Wachstumskurs« ist zugleich die Rückkehr zur krisenträchtigen Standortkonkurrenz. Die vermeintliche Ohnmacht gegenüber den eigenen gesellschaftlichen Verhältnissen verschweißt das nationale Kollektiv ideologisch zur Schicksalsgemeinschaft.
In unserer Veranstaltungsreihe »Krise und Nationalismus« wollen wir die ökonomischen und ideologischen Verwerfungen in der Krise analysieren. Wir freuen uns, wenn ihr bei den Veranstaltungen vorbeischaut und fleißig mitdiskutiert.
- Sonderseite zur Veranstaltungsreihe: krisennationalismus.blogsport.de
Mit antinationalen Grüßen, Antifa AK Köln
Die Marx-Herbstschule geht in die zweite Runde. Nachdem wir im letzten Jahr die “Resultate des unmittelbaren Produktionsprozesses” aus den Manuskripten des Kapitals diskutiert haben, soll dieses Jahr vom 20.-22. November daran anschließend der II. Band in Auszügen auf dem Plan stehen, ergänzt durch Passagen aus der neuen MEGA-Ausgabe. Diskutiert werden die zentralen Begriffe des Zirkulations- und Kreislaufprozesses des Kapitals. Das insgesamt dreitägige Seminar soll ein weiterführendes Angebot an all diejenigen sein, die bereits eine erste Bekanntschaft mit der Marxschen Kapitalismuskritik gemacht haben und mindestens den ersten Band schon gelesen haben.
Eine Veranstaltung des