Repression gemeinsam beantworten: UNITED WE STAND!

Folgendes Flugblatt haben wir heute Abend, am Dom bei der Kundgebung gegen die laufende Repressionswelle nach dem G20 Gipfel verteilt.

Auf den Gipfel folgt die Repression: Nachdem Anfang Juli Zehntausende in Hamburg ihren Protest gegen die G20 auf die Straße trugen und sich dabei einer militarisierten Polizei gegenüber sahen, die den Protestierenden völlig enthemmt entgegentrat und derartig gewalttätig agierte, dass Tote in Kauf genommen wurden, legt der deutsche Staat nun mitten im Wahlkampf kräftig nach. Weiterlesen

29.6. Die Macht ist Logistik. Blockieren wir alles?!

Donnerstag, 29.06.2017 | 19:30 Uhr AZ Köln (Luxemburger Str. 93) | Haltestelle: Eifelwall

Eine Diskussionsveranstaltung im Vorfeld des G20-Gipfels über Chancen und Möglichkeiten der Kämpfe gegen die Logistik des Kapitals

mit Deliverunion (Berlin), Capulcu und dem “…ums Ganze!”-Bündnis!

Der G20-Gipfel rückt näher – neben den altbekannten Verwalter*innen des Neoliberalismus werden auch Trump, Erdoğan, Modi und Putin kommen – selten war die Quote autoritärer Gipfelteilnehmer*innen so imposant. Dennoch mobilisiert das kommunistische …ums Ganze!-Bündnis nicht nur an die Zäune der Mächtigen, sondern auch zum Hamburger Hafen, Deutschlands „Tor zur Welt“. Unter dem Slogan „Shut down the Logistics of Capital“ soll das Kapital da getroffen werden, wo es wirklich weh tut: seiner Logistik.

Diese Aktion kann nur der Anfang einer Fokusverschiebung sein: von einer simplen Kritik der politischen Repräsentation hin zu einer Auseinandersetzung mit unserer komplexen Gesellschaft und der Entwicklung von Gegenvisionen. „Die Macht liegt nunmehr in den Infrastrukturen dieser Welt“ schreibt das Unsichtbare Komitee. Aber es geht dabei um mehr: Die Macht liegt vor allem in der Systematik selbst, die diese Macht erst möglich macht. Das ist das Geheimnis des Kapitalismus, das keines ist.

Es ist zu erwarten, dass durch die zunehmende Digitalisierung, Erfassung und Vernetzung sämtliche Bereiche des Lebens und Arbeitens betroffen sein werden. Die Stichwörter des Wandels kursieren schon seit Jahren in gefühlt tausenden politischen Sachbüchern: „BigData“, „Industrie 4.0“ oder „Automatisierung“. Viele der neuen Versprechungen von Amazon, Google und Apple scheinen angenehm: Wer möchte sich nicht beliefern lassen, ohne sich zu bewegen und lieber aufs lästiges Autofahren verzichten? Vergessen wird dabei, dass dies nur die Vorboten einer weiter fein normierten und eingerichteten Welt sind.

Davon zeugen die Kämpfe im Zeitalter des sog. digitalen Kapitalismus: Die Streikenden bei Amazon wollen nicht nur mehr Lohn, sondern sie wehren sich ganz konkret gegen die kapitalistische Zurichtung, die in der Technologisierung der Arbeitsverhältnisse neue Spitzen erreicht. Deliveroo oder Uber vermitteln, dass jede*r ein Teil der Sharing-Economy sein kann – soweit das Fahrrad selbst mitgebracht wird. Diese Täuschung als angebliche Vermittlung und die Verschärfung der Arbeitsbedingungen sind verschiedene Dimensionen der Ausbeutung. Auseinandersetzungen darüber sind hingegen vielleicht die ersten Anzeichen für eine neue Welle von Kämpfen und könnten sogar Perspektiven für unsere Organisierung im eigenen Leben eröffnen.

 

 

Zum G20 in Hamburg: Ketten sprengen – Hafen lahmlegen!

Aufruf des kommunistischen …ums Ganze!-Bündnis anlässlich des Treffens der G20 in Hamburg im Juli 2017.

Zum G20 in Hamburg: Ketten sprengen – Hafen lahmlegen!

Solange es Herren und Sklaven gibt,
sind wir aus unserem Auftrag nicht entlassen.

g20-hafen-plakat Hamburg, Tor zur Welt. Das passt doch, denn hier wird es im Juli 2017 stattfinden, das Treffen der zwanzig wichtigsten Charaktermasken des globalen Kapitalismus und ihrem Gefolge. Beim G20-Gipfel treiben die zwanzig wirtschaftsstärksten Staaten die Zurichtung der Welt für ihre kapitalistische Benutzung voran. Und dabei ist der Zustand dieser Welt nach bereits zwei Jahrhunderten zunehmend globaler Mehrwertproduktion mit ihren unauflöslichen Widersprüchen und ihrer grotesken Reichtumsverteilung bereits denkbar katastrophal. In ihr ist es möglich, dass im Burggraben der Festung Europa jedes Jahr mehrere Tausend vor Krieg und Armut flüchtende Menschen ertrinken, während sich der Hamburger Senat bei der Ausrichtung eines politischen Events, das eben diese zehntausendfachen Tode mitverwaltet, als kosmopolitisch und weltoffen inszeniert. Angesichts dieser Gegenwart und der Erfahrungen mit Globalisierungsbewegung, Krisenverwaltung und Gegenprotesten reicht es nicht, das Szenario von Seattle und Heiligendamm einfach zu wiederholen. Wir wollen diesmal anders an die Sache herangehen: Wenn die Chefschweine vom G20 den Blick über den Hamburger Hafen schweifen lassen, wollen wir ihnen in Sichtweite zeigen, was passiert, wenn es den Waren im Hafen so ergeht wie dem großen Teil der Menschheit, der sich nicht frei bewegen kann. Weiterlesen

Fotos zum 22. April in Köln (9 Bilder)

22. April 2017: Massenhafte Proteste gegen den AfD-Bundesparteitag in Köln

PM: Rekordzahlen von Teilnehmenden bei Anti-AfD Protesten

Köln, 24. April 2017
Pressemitteilung Kampagne “Nationalismus ist keine Alternative”

  • Gesamtgesellschaftliches Zeichen gegen Rechtsruck gesetzt
  • NIKA kritisiert Polizeipräsident für das Beschwören eines Horrorszenarios

Bei den Protesten am vergangenen Samstag hatten insgesamt 30.000 bis 40.000 Menschen ihren Weg in die Innenstadt gefunden. Das „Solidarität statt Hetze“ Bündnis konnte davon 19.500 Menschen mobilisieren. Der Tag begann mit den Blockaden, welche 3000 Menschen mobilisieren konnten. Durch die Blockaden verzögerte sich der AfD Parteitag erheblich. Nach dem Abschluss der Blockaden trafen sich deren Besucherinnen am Heumarkt, um wie geplant durch die Stadt zu demonstrieren. Auf dem Weg sammelte die Demo die übrig gebliebenen Blockaden ein, wodurch sie kontinuierlich anwuchs. Auf der Demonstration des Bündnisses „Solidarität statt Hetze“, auf der NIKA einen Block von 3000 Leuten gestellt hatte, befanden sich zum Schluss 15.000 Menschen. 1500 Menschen nahmen zusätzlich am öffentlichen Frühstück auf dem Heumarkt teil. An den Aktionen der anderen Organisationen hatten insgesamt ungefähr 10.000 Menschen teilgenommen. Am Sonntag wurden die Proteste mit einem öffentlichen Konzert der amerikanischen Punkrock-Band „Anti-Flag“ beschlossen, welches nochmal 1.500 Besucher hatte. Mit dieser Gesamtzahl von mobilisierten Menschen hatten die Proteste einen neuen Rekord von Menschen erreicht, die ein Zeichen gegen die AfD und den Rechtsruck setzen wollen. Weiterlesen