Alle gegen alle ist das Leitmotiv einer Gesellschaft, die auf Ausbeutung und Unterdrückung basiert. Nach unten treten, nach oben Buckeln. Festangestellte gegen Leiharbeiter*innen. Bio-Deutsche gegen Ausländer.
Vorzeigemigrant*innen gegen integrationsunwillige Einwanderer*innen. Gepaart wird die ganze Soße mit Rassismus und Sozialchauvinismus in Politik, Medien und Kultur.
Anhand von drei Fragmenten wollen wir, der Antifa AK Köln, zeigen, dass eine Kritik am grassierenden Rassismus eingebettet sein muss in eine Kapitalismus- und Staatskritik.
Ob Naziaufmarsch (8./9. April: Stolberg bei Aachen), rechtspopulistische Manifestationen (7. Mai: Pro Köln versucht den dritten Anlauf) oder die tagtägliche staatliche Abschiebepraxis: Es bleiben Versatzstücke einer gesellschaftlichen Normalität aus Scheiße!


Tunesien, Ägypten, Libyen — diese Bezeichnungen stehen im Jahre 2011 für Aufstände und Revolutionen gegen Langzeitdiktatoren aus Nordafrika und dem Nahen Osten. Ausgerechnet dort, wo das Denkmuster des »Arab Exceptionalism« Analysen von links nach rechts in absoluten Schubladen operieren lässt, muckt vor allem eine junge Generation jetzt so dermaßen auf, dass Revolutionsromantiker_innen aus Europa wie wir nur neidisch sein können.