MAJA T. – Extracts from the Trial

Weitergeleitet von dunyacollective

Wir gehen erneut auf Filmtour durch Deutschland – diesmal in Richtung Westdeutschland. Am 27.06. starten wir in Jena, einen Tag vor dem Jahrestag der rechtswidrigen Auslieferung von Maja T. nach Ungarn. Bei der Veranstaltung in Hamburg wird es außerdem eine Live-Schalte geben.

Bitte teilt diesen Beitrag und macht kräftig Werbung für die Tour. Auf den Veranstaltungen wird es zudem die Comics „Im Nest der Schlangen“, der die Geschichte von Maja T. erzählt, sowie „Diese Nacht wird keine kurze sein“ zu kaufen geben. Beide Comics stammen von @zerocalcare .

Wir freuen uns auf die Tour und darauf, mit euch über den Fall von Maja T., den Budapest-Komplex und die aktuelle politische Situation in Ungarn nach dem Machtwechsel ins Gespräch zu kommen. Weitere Infos gibt es hier.

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Im Anschluss an den Film folgzt ein Gespräch mit der italienischen Regisseurin Marta Massa und dem ungarischen Journalisten Lázár Fazekas (Mérce) über den Film, das Verfahren und die aktuelle politische Situation in Ungarn nach dem Machtwechsel. Mitveranstalter sind das Budapest Solidarity Committee (BASC), Budapestsoligruppe NRW (BSG-NRW) sowie Family and Friends Hamburg.

„Maja T. – Extracts from the Trials“ begleitet die Entwicklung des Verfahrens vom Tag der Ehre“ 2025 bis zu den Verhandlungstagen im September 2025. Der Film zeigt Auszüge aus den Verhandlungen gegen Maja T. In Budapest sowie die internationale Solidaritätsbewegung.

Kundgebung an der JVA Ossendorf

Am 1.6. wollen wir uns gemeinsam an der JVA Ossendorf treffen und unserer Solidarität mit den dort Inhaftierten Ausdruck verleihen. In Deutschland, wie weltweit, wird Strafe und Freiheitsentzug noch immer als legitimes Mittel von Staat und Behörden betrachtet. Gefangen zu sein ist, unter allen Umständen, eine menschenunwürdige Bedingung. In vielen Fällen ist eine Gefängnisstrafe aber auch Ausdruck sozialer Ungerechtigkeit, sodass überproportional viele von Armut betroffene und rassifizierte Menschen inhaftiert werden.

In der JVA Ossendort ist auch die Antifaschistin Clara inhaftiert, Angeklagte im Budapest-Komplex. Mit einer Kundgebung vor Ort wollen wir Clara und allen weiteren Gefangenen Kraft geben. Wir kämpfen für eine Welt ohne Repression und ohne Strafe. Eine Welt in der Antifaschit*innen und auch sonst niemand Unterdrückung und Haft fürchten muss. Lasst uns dafür zusammenkommen und den Gefangenen zeigen, dass wir sie nicht vergessen!

Free all antifas! Abolish all prisons!

Nanuk ist frei

 

 

 

 

 

Wir spiegeln hier die Presseerklärung der Verteidiger*innen von Nanuk. Dresden, 28. April 2026

Am heutigen Tag wurde der Haftbefehl gegen Thomas J. durch den zuständigen Senat des Oberlandesgerichts Dresden aufgehoben.

Das Gericht folgte damit dem Antrag der Verteidigung auf Aufhebung des Haftbefehls vom 21. April 2026.

Thomas J. war am 21. Oktober 2024 aufgrund eines Haftbefehls des Bundesgerichtshofs festgenommen worden und saß insgesamt eineinhalb Jahre in Untersuchungshaft.

Das Gericht hat seine Entscheidung damit begründet, dass der für die Untersuchungshaft notwendige dringende Tatverdacht entfallen ist, Thomas J. habe sich an einem beabsichtigten Angriff auf den Neonazi Leon Ringl am 19. Oktober 2019 in der Kneipe Bulle’s Eye in Eisenach („Eisenach 1“) beteiligt.

Grundlage für diese Vorwürfe waren allein die Angaben des Kronzeugen Domhöver. Dieser hatte jedoch auch schon gegenüber der Polizei deutlich gemacht, dass die Angaben zu Thomas J. Beteiligung nur seine Annahme seien und er kein direktes Wissen davon habe, dass Thomas J. an diesen Aktionen teilgenommen habe.

Der Kronzeuge wurde bislang an drei Hauptverhandlungstagen durch den Vorsitzenden und die beisitzenden Richter*innen des 4. Strafsenats vernommen. In der Vernehmung bestätigte der Zeuge wiederholt, dass er kein direktes Wissen von der Teilnahme von Thomas J. an den genannten Aktionen habe, dass seine Angaben bei der Polizei nur reine Schlüsse gewesen seien und er auch heute keine weiteren Informationen zur Teilnahme von Thomas J. an Aktionen habe.

Die Verteidiger*innen sagen zu der heutigen Entscheidung des Oberlandesgerichts: „Wir als Verteidigung begrüßen, dass Thomas J. ab heute frei ist. Wir haben von Anfang an gesagt, dass auf Mutmaßungen des Kronzeugen Domhöver weder der Haftbefehl noch die Anklage gestützt werden können.“

Rechtsanwält*innen Antonia von der Behrens Einar Aufurth