Redebeitrag auf der Knastkundgebung für Clara und alle inhaftierten Gefangenen

Die Knäste und Gerichtssäle sind voll mit Antifaschist*innen:
München, Dresden, Leipzig, Berlin, Düsseldorf, Wuppertal, Duisburg, Paris und natürlich Budapest. Der Budapestkomplex ist überall. In all diesen Städten fanden und finden Prozesse statt. In diesen Städten und noch vielen mehr, sitzen Antifaschist*innen in Knästen, die mit dem Budapestkomplex in Kontakt gebracht werden. 
    
Die Gerichtsverhandlungen finden in ganz Europa statt. Die Antifaschisten Zaid und Gino sind akut von Auslieferung bedroht. Der eine nach Ungarn, der andere nach Deutschland. Bisher war Deutschland im Fall von Maja das einzige Land, was bereitwillig ausgeliefert hat, auch wenn es sogar im “rechtsstaatlichen” Sinne illegal war. Aber bei Gino, einem Antifaschisten mit unklarer Staatszugehörigkeit drückt auch Frankreichs Justiz beide Augen zu. Antifaschismus ist für die Justiz schon schlimm genug, aber ohne Papiere wird man zum Spielball für Europas Abschiebepolitik. Antifaschismus hat sich schon länger gezeigt ist internationaler denn je. 

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Knastkundgebung an der JVA Ossendorf

📢 Am 14.9. werden wir uns gemeinsam an der JVA Ossendorf treffen und unserer Solidarität mit den dort Inhaftierten mit Redebeiträgen und Musik Ausdruck verleihen. In Deutschland, wie weltweit, wird Strafe und Freiheitsentzug noch immer als legitimes Mittel von Staat und Behörden betrachtet. Gefangen zu sein ist immer eine menschenunwürdige Bedingung. In vielen Fällen ist eine Gefängnisstrafe aber auch Ausdruck sozialer Ungerechtigkeit, sodass überproportional viele von Armut betroffene und rassifizierte Menschen inhaftiert werden.

In der JVA Ossendort ist auch die Antifaschistin Clara inhaftiert, Angeklagte im Budapest-Komplex. Mit einer Kundgebung vor Ort wollen wir Clara und allen weiteren Gefangenen Kraft geben. Wir kämpfen für eine Welt ohne Repression und ohne Strafe. Eine Welt in der Antifaschist*innen und auch sonst niemand Unterdrückung und Haft fürchten muss. Lasst uns dafür zusammenkommen und den Gefangenen zeigen, dass wir sie nicht vergessen!

Free all antifas! Abolish all prisons! ✊🏽

Antifaschismus verteidigen! – Nanuk spricht über Repression und Haftbedingungen

Veranstaltung der Budapestsoligruppe-NRW:

Das repressivste Mittel des Staates gegen politische Aktivist*innen ist der Knast.

Repressionen waren schon immer ein sinvolles Mittel eines autoritären Staates, um Aktivismus zu bekämpfen. Die wohl repressivste Form ist der Freiheitsentzug. Obwohl viele Tausende Menschen in deutschen Knästen eingesperrt sind, dringen Knastalltag, Zwangsarbeit und die dort herrschende Willkaum kaum aus den Mauern nach außen.

Nanuk, der im Verfahren des zweiten Antifa Ost Verfahrens, 554 Tage in Untersuchungshaft saß und Ende April frei kam, wird über seine Erfahrungen in deutschen Knästen sprechen.

Wann? 24.08.26 19 Uhr

Wo? Naturfreundehaus Kalk

Wir freuen uns auf euch!

Statement von BASC Jena zu den Einlassungen am 14.07.2026 vor dem OLG Düsseldorf

Post von der Website der Budapestsoligruppe-NRW:

Wir dokumentieren den Text unserer Genossi*innen aus Jena. Auch wenn wir damit nicht in allen Punkten einverstanden sind, halten wir das Statement für eine gute Diskussionsgrundlage. Unsere Meinungsbildung zu den Einlassungen der angeklagten Antifaschist*innen ist noch nicht abgeschlossen.

Vorbemerkung
Gerne hätten wir als BASC bereits unmittelbar nach den Einlassungen vom 14. Juli 2026 vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf eine politische Einordnung veröffentlicht. Doch auch uns haben die Einlassungen überrascht. Wir hatten das Thema der Einlassungen vor Gericht in der Vergangenheit zwar schon häufiger allgemein diskutiert. Nun müssen wir aber unvorbereitet auf die aktuellen Ereignisse reagieren.

 

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Sommerpause im Gerichtssaal – Infostände auf der Straße

Seit vielen Monaten läuft nun der Prozess der Staatsanwaltschaft gegen  Antifaschist*innen des Budapestkomplex in Düsseldorf. Angeklagt am Oberlandesgericht Düsseldorf sind Nele, Luca, Emilie, Moritz, Paula und Clara. Viel ist passiert, seit der Prozess in Düsseldorf losging, sowohl in unserer Soliarbeit, als auch im Gerichtssaal.

Neben der Arbeit in den Zentren der Repression sind wir in letzter Zeit auch an schöneren Orten unterwegs gewesen. Beim Antirepressions-Hardcore-Konzert des wemgehörtdas-Kollektivs waren wir für die Budapestsoligruppe am Info- und Merchstand. Einen Redebeitrag und entsprechende Begleitung gabs auch nochmal.

Wenige Tage später konnte man uns dann nochmal beim Wiersbergstraßenfest sehen, um die Ecke beim Trash Chic. Auch diesmal mit Infostand und Redebeitrag. Nur weil im Gericht Pause ist, heißt es nicht, dass unsere Soliarbeit still steht! Gewiss werden noch mehr Straßenfeste, Konzerte und weitere Veranstaltungen kommen. Kommt vorbei, informiert euch und zeigt Solidarität!

Falls ihr selbst Veranstalter seid könnt ihr uns natürlich auch anfragen!

Bis dahin, siamo tutti antifascisti!