100 Jahre Oktoberrevolution – Bergungsversuch vergangener Träume

Plakat: 100 Jahre Oktoberrevolution Freitag, 20. Oktober 19 Uhr, LC 36 (Ludolf-Camphausen-Straße 36)

Im Oktober 1917 machten sich russische ArbeiterInnen, BäuerInnen und Soldaten daran, »alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist«, wie es bei Marx in der Einleitung zur Kritik der hegelschen Rechtsphilosophie heißt. Die Revolution brachte nicht nur »Land, Brot und Frieden«, sondern verstärkte eine epochale Aufbruchstimmung der Experimentierfreude und der Macht des »Volkes«. Die Überwindung von Feudalismus, Zarenherrschaft und Religiösität sollte mit großem Elan und radikal umgesetzt werden. Der Fluchtpunkt des freigesetzten utopischen Potentials schlug sich in der Kunst und der jungen Filmkunst nieder. Anknüpfend an den russischen Futurismus entstand eine neue Suchbewegung in Malerei, Literatur, Architektur, Grafik, Film nach Innovation. Träume, die kein Abbild der Wirklichkeit sein sollten, sondern der Versuch eine Wirklichkeit durch Kunst nicht nur umzubilden, sondern sogar neu zu erschaffen.

Wir laden euch ein mit uns in geselliger Runde einen kleinen Versuch der Bergung der verganenen Träume zu wagen. Zur Verstärkung des utopischen Potentials haben wir extra einen Wodkaexperten engagiert, der uns neben Kostproben erklärt, wie Russ*innen dieses Zeug eigentlich trinken.

»Der Traum ist aus, aber wir werden alles geben, dass er Wirklichkeit wird!«
(Ton, Scheine, Scherben)

Eine Veranstaltung des Antifa AK Köln und Comrads

24.9. Wer schweigt, stimmt zu!

koeln
Auf die Straße gegen den Rechtsruck Demo in Köln im Rahmen des NIKA-Aktionstags

Sonntag, 24.9. | 19 Uhr | Köln Hbf (Vorplatz)

Am Sonntag, droht mit der AfD eine offen rassistische und antifeministische Partei in den Bundestag einziehen. Den Weg dafür haben auch die Parteien der so genannten Mitte bereitet, die die soziale Ungleichheit verschärft und ein Klima der rassistischen Ausgrenzung geschaffen haben, von dem die AfD jetzt profitiert.

Die AfD im Bundestag bedeutet mehr Einfluss, Aufmerksamkeit, Geld und Infrastruktur für das Programm der extremen Rechten. Dem stellen wir uns gemeinsam entgegen: Solidarisch auf die Straße gegen Rechtsruck und AfD!

29.6. Die Macht ist Logistik. Blockieren wir alles?!

Donnerstag, 29.06.2017 | 19:30 Uhr AZ Köln (Luxemburger Str. 93) | Haltestelle: Eifelwall

Eine Diskussionsveranstaltung im Vorfeld des G20-Gipfels über Chancen und Möglichkeiten der Kämpfe gegen die Logistik des Kapitals

mit Deliverunion (Berlin), Capulcu und dem “…ums Ganze!”-Bündnis!

Der G20-Gipfel rückt näher – neben den altbekannten Verwalter*innen des Neoliberalismus werden auch Trump, Erdoğan, Modi und Putin kommen – selten war die Quote autoritärer Gipfelteilnehmer*innen so imposant. Dennoch mobilisiert das kommunistische …ums Ganze!-Bündnis nicht nur an die Zäune der Mächtigen, sondern auch zum Hamburger Hafen, Deutschlands „Tor zur Welt“. Unter dem Slogan „Shut down the Logistics of Capital“ soll das Kapital da getroffen werden, wo es wirklich weh tut: seiner Logistik.

Diese Aktion kann nur der Anfang einer Fokusverschiebung sein: von einer simplen Kritik der politischen Repräsentation hin zu einer Auseinandersetzung mit unserer komplexen Gesellschaft und der Entwicklung von Gegenvisionen. „Die Macht liegt nunmehr in den Infrastrukturen dieser Welt“ schreibt das Unsichtbare Komitee. Aber es geht dabei um mehr: Die Macht liegt vor allem in der Systematik selbst, die diese Macht erst möglich macht. Das ist das Geheimnis des Kapitalismus, das keines ist.

Es ist zu erwarten, dass durch die zunehmende Digitalisierung, Erfassung und Vernetzung sämtliche Bereiche des Lebens und Arbeitens betroffen sein werden. Die Stichwörter des Wandels kursieren schon seit Jahren in gefühlt tausenden politischen Sachbüchern: „BigData“, „Industrie 4.0“ oder „Automatisierung“. Viele der neuen Versprechungen von Amazon, Google und Apple scheinen angenehm: Wer möchte sich nicht beliefern lassen, ohne sich zu bewegen und lieber aufs lästiges Autofahren verzichten? Vergessen wird dabei, dass dies nur die Vorboten einer weiter fein normierten und eingerichteten Welt sind.

Davon zeugen die Kämpfe im Zeitalter des sog. digitalen Kapitalismus: Die Streikenden bei Amazon wollen nicht nur mehr Lohn, sondern sie wehren sich ganz konkret gegen die kapitalistische Zurichtung, die in der Technologisierung der Arbeitsverhältnisse neue Spitzen erreicht. Deliveroo oder Uber vermitteln, dass jede*r ein Teil der Sharing-Economy sein kann – soweit das Fahrrad selbst mitgebracht wird. Diese Täuschung als angebliche Vermittlung und die Verschärfung der Arbeitsbedingungen sind verschiedene Dimensionen der Ausbeutung. Auseinandersetzungen darüber sind hingegen vielleicht die ersten Anzeichen für eine neue Welle von Kämpfen und könnten sogar Perspektiven für unsere Organisierung im eigenen Leben eröffnen.

 

 

22.4. AfD-Bundesparteitag in Köln verhindern

Turn Left – Smash Nationalism

Nationalismus ist keine Alternative – Die befreite Gesellschaft schon

AfD Parteitag in Köln blockieren plakat

Am 22. und 23. April 2017 steht Köln ein Ereignis bevor, auf das es gut verzichten könnte: Der Bundesparteitag der AfD. Eingemietet hat sich die AfD im edlen Maritim-Hotel. Dieses kann in der parlamentarischen Stimme des Bündnisses von Mob und Elite nur eine Partei wie jede andere erkennen und rechtfertigt so sein Geschäft mit der AfD. Das Maritim-Hotel mag sich dafür zu schade sein, wir jedoch werden die AfD auf eine Art und Weise willkommen heißen, die ihr angemessener ist.

Der Austragungsort Köln ist nicht zufällig gewählt, denn die Domstadt ist spätestens seit den von der Mehrheitsgesellschaft rassistisch gedeuteten Übergriffen in der Silvesternacht 2015/16 zum beliebten Domizil für völkische Mobilisierungen geworden. Was die Loser von Pro NRW & CO. nicht geschafft haben, bietet die AfD nun mit ihrem rechten Gesamtpaket aus Rassismus, Sexismus und Nationalismus. Skandalnudel Frauke Petry und NS-Symphatisant Björn Höcke peitschen gemütlich von den Talk-Show-Couches dieses Landes aus die Gemüter auf, während Grüne bis CDU/CSU weiter Abschiebungen in die Kriegsherde dieser Welt organisieren. Weiterlesen

Keine Uni der AfD!

giphy

Dienstag, 6.12.2016 ab 17:30 Uhr, Albertus-Magnus-Platz: Erst Kundgebung dann alle in die Aula 2 des Hauptgebäude!

Für den kommenden Dienstag, den 6.12. hat die Die Kölner Studierendenzeitung (KSZ) eine politische Diskussionsveranstaltung angekündigt, die den Studierenden Informationen über die im Mai anstehende Landtagswahl geben soll. Eingeladen hat sie neben VertreterInnen anderer Parteien auch Marcus Pretzell, den NRW-Vorsitzenden der AfD.

“Im Dialog mit einem autoritären Rassisten hofft die KSZ, die AfD zu entlarven. Doch mit der Einladung wird erneut einem Rechtspopulisten eine Bühne gegeben, die zur Legitimation und Normalisierung von rechtem Gedankengut führt.”, so Miriam Bratschick, Sprecherin des Antifa AK Kölns.

“Zusammen mit vielen anderen antirassistischen Initiativen und hochschulpolitischen Gruppen haben wir deshalb die KSZ aufgefordert Pretzell auszuladen”, fährt die Antifaschistin fort. Die Redaktion der KSZ halte an der Veranstaltung fest und begründe das Ganze jetzt auch noch damit,dass die AfD nicht vom Verfassungsschutz beobachtet wird und damit demokratisch sei.

“Ob RassistInnen und RechtspopulistInnen demokratisch gewählt werdenoder nicht, ist für uns nicht von Relevanz. Wie gut die Strategie der “kritischen Einbindung” funktioniert, lässt sich am Beispiel der FPÖ zeigen, die in Österreich kurz davor steht, den Präsidenten zu stellen. Auch der Wahlsieg von Donald Trump in den USA sollte eigentlich verdeutlichen, dass es höchste Zeit ist zu handeln. Wir müssen uns den Rechten entgegenstellen, wo sie auftauchen.”, so Bratschick.

Im Rahmen von Birlikte vergangenen Sommer war ein ähnliches Thema Frage der Podiumsdiskussion, nämlich die nach dem Umgang mit den hierher fliehenden Menschen. So lautet ein Thema der Veranstaltung ‘Wie können Hochschulen bei der Integration von Flüchtlingen helfen?’. Die AfD als autoritäre und rassistische Partei ausgerechnet zu diesem Thema zu befragen, sei zusätzlich abstrus.”Warum statt Menschen, die Fluchterfahrungen machen mussten, nun eine Gruppierung eingeladen wird, die gewaltsame Politik gegen sie befürwortet, weiß wahrscheinlich nicht mal die KSZ, uns bleibt es auch weiterhin ein Rätsel.” so die Sprecherin weiter.

Im Sommer hatten AntifaschistInnen für Furore gesorgt, nachdem durch entschlossenen Protest, der Auftritt des ehemaligen AfD Sprechers Konrad Adam beim Birlikte Straßenfest abgesagt werden musste. Auch jetzt ist Protest angekündigt. Am Abend der Veranstaltung wird es eine Kundgebung vor dem Hauptgebäudeder Uni geben. “Wir hoffen, dass die KSZ noch Einsicht zeigt und Marcus Pretzel einfach auslädt, falls nicht, werden AntirassistInnen ihren Protest im Hörsaal lautstark zum Ausdruck bringen.”, fährt Bratschick fort.

“Wir haben schon jetzt von einem Polizeieinsatz, Securities und Taschenkontrollen gehört. Wenn die bürgerliche Demokratie durch Knüppel gegen Studierende geschützt werden muss, wäre das sogar an der Universität zu Köln eine Sensation. Wir werden da sein, mit uns ist der Auftritt eines Rechten nicht zu haben.“, so Miriam Bratschick abschließend.