Party // 5 Jahre (A)gitation & (K)rawall sind noch lange nicht genug

Antifa-AK-Soli-Geburtstags-/Silvesterparty 31.12.2010 ab 23Uhr AZ-Köln Kalk (Wiersbergstrasse 44.)

Knapp 5 Jahre macht der Antifa AK nun schon emanzipatorische (Anti-)politik gegen die Herrschaft der falschen Freiheit.
Gegen eine Gesellschaft, die dem schönen Leben im Wege steht. Das möchten wir in diesem Jahr feiern und
laden euch zur „Antifa-AK-Soli-Geburtstags-/Silvesterparty“ im AZ ein. Ab 23 Uhr gibt es unter anderem die inoffiziellen AZ-Resident-DJs Ästhetik&Zerstörung + Friends zu hören, die euch mit vielen anderen Djanes ein Bass-Wummern in die Magengegend zaubern.

Wer davor noch mal dem Schweinesystem, was wir auch dieses Jahr leider wieder nicht stürzen konnten, ans Bein pinkeln will, kann sich ab 18 Uhr auf der jährlichen Silvesterdemo vorm Knast in Ossendorf blicken lassen und für eine Gesellschaft ohne Knäste demonstrieren.

…umsGanze!-Kongress

Zugtreffpunkt aus Köln zur gemeinsamen Anreise: Freitag 3.12.2010 15:30 Hbf. Vordereingang
Anfang Dezember steigt an der Ruhr-Uni Bochum der zweite Kongress des umsGanze!-Bündnisses. Hier findet ihr alle wichtigen Infos und das aktualisierte Pro­gramm. Gerade jetzt, wo Staat und Bürger_innen reaktionär aufdrehen, wollen wir uns Zeit nehmen und über grundsätzliche Fragen diskutieren. Es geht um Arbeit und Krise, also um die Wurzeln gesellschaftlicher Herrschaft und Ohnmacht im Kapitalismus. Und dabei natürlich auch um die aktuelle Konjunktur rassistischer und chauvinistischer Krisenverarbeitung. Von Freitag bis Sonntag gibt es non­stop Podiumsdiskussionen, Workshops, Le­sungen und Screenings. Wir konnten viele interessante Referent_innen gewinnen, und auch die umsGanze!-Gruppen legen sich ins Zeug. Wir sehen uns in Bochum! Continue reading

30.11: Die andere Arbeiter_Innenbewegung in Bremen

Eine Veranstaltung von: Infoladen Schwarz Auf Weiss und Antifa AK

30.11.2010 19h, Naturfreundehaus Köln-Kalk

„Als Ausdruck kapitalistischer Produktionsverhältnisse ist die Arbeiterbewegung zugleich eine Bewegung von Arbeitern die ihr Klassenbewusstsein innerhalb der kapitalistischen Marktverhältnisse zu entwickeln haben. Die allgemeine Konkurrenz schließt die der Arbeiter untereinander in sich ein. Obwohl die vielen Kapitale das Gesamtkapital bilden, tritt das Kapital nicht als Gesamtkapitalist auf, und obwohl alle Arbeiter die Gesamtarbeit leisten, gibt es keinen Gesamtarbeiter. Aber was immer sich aus der Kapitalkonkurrenz und der Konkurrenz um die Arbeitsplätze ergeben mag, die Reproduktion der kapitalistischen Gesellschaft bleibt stets die Reproduktion kapitalistischer Produktions- oder Klassenverhältnisse, auf denen die Marktverhältnisse beruhen.“

Paul Mattick, Die „andere“ Arbeiterbewegung von Karl Heinz Roth, 1975

„Es herrscht Klassenkampf, meine Klasse gewinnt, aber das sollte sie nicht.“

Warren Buffet, Juni 2005

Streik Nichts scheint anno 2010 in der BRD anachronistischer zu sein, als vom Klasssenkampf, der Proletarisierung oder gar vom wilden Streiks zu reden, aber gerade darum machen wir es trotzdem. So wahr die linken Beschwörungen der Klassenkampfzitate Warren Buffets auch sein mögen, so wahr ist wiederum, dass die Radikale Linke weder in den Betrieben noch in anderen sozialen Konflikten Einfluss hat, noch dass Sie diesen Zustand aufzuheben bestrebt ist.

Doch im hohen Norden fanden sich wieder jene „ewig Gestrigen“, die sich par tout Entlassungen, Lohndrückerei und Auslagerungen nicht gefallen lassen. Streiks, Blockaden und Besetzungen sind Ausdruck des kollektiven Lernprozesses von Bremer „Kolleginnen“ aus verschiedenen Betrieben, die sich selbstständig vernetzt haben, um den Angriffen des Kapitals etwas entgegenzusetzen.

AktivistInnen aus einem selbst organisierten überbetrieblichen Gesprächskreis berichten über diese Vorgänge in Bremen.
In der anschließenden Diskussion versuchen wir der Frage nachzugehen, was am „Klassenkampf von unten“ vielleicht doch noch dran ist.

20.11: Kapitalismus Kaputt?

Die vierte Veranstaltung der Reihe „Krise & Nationalismus“ steht an:
Kapitalismus Kaputt?mit: Tomasz Konicz (lunapark21, Krisis) Innerhalb der Linken besteht Konsens darin, dass das deutsche Kapital seine aggressive Expansionsstrategie durch eine erfolgreiche Intensivierung des „Klassenkampfes von oben“ innerhalb der BRD verwirklicht. Die Lohnabhängigen in der BRD mussten sich die Weltmeisterschaft der deutschen Exportindustrie durch beständiges Gürtel-enger-schnallen vom Munde absparen. Eher selten wird hingegen innerhalb der Linken thematisiert, dass der Kapitalismus nur noch „auf Pump“ funktioniert und dass das kapitalistische Weltsystem bis zum Krisenausbruch von zahlreichen, beständig an Umfang zunehmenden Defizitkreisläufen gekennzeichnet war. Der »südeuropäische« Defizitkreislauf in der Euro-Zone war keineswegs einzigartig oder gar der größte seiner Art. Auch in Osteuropa blühte beispielsweise bis zum Ausbruch der Weltwirtschaftskrise eine Defizitkonjunktur. Als ein lukrativer Absatzmarkt für die deutsche Exportindustrie wuchsen zugleich die Schuldenberge der Osteuropäer bei westlichen Kreditinstituten. Der Aufprall in der Rezession fiel bekanntlich in Osteuropa umso härter aus. Continue reading